"Ehrfurcht vor dem Leben"
- dieser Grundsatz war für Albert Schweitzer die Maxime seines Handelns und die Grundlage seiner Ethik. Er findet sich auch im Logo unserer Schule.
Der Begriff kam A. Schweitzer spontan im September 1915 während einer Bootsfahrt auf dem Ogowe, mitten im afrikanischen Urwald:
"Langsam krochen wir den Strom hinauf, uns mühsam zwischen den Sandbänken - es war trockene Jahreszeit - hindurchtastend ... Am Abend des dritten Tages, als wir bei Sonnenuntergang gerade durch eine Herde Nilpferde hindurchfuhren, stand urplötzlich, von mir nicht geahnt und nicht gesucht, das Wort »Ehrfurcht vor dem Leben« vor mir ..."
Wem die Formulierung zu antiquiert oder abgehoben erscheint, der mag schlichter von "Achtung vor dem Leben" sprechen; viele Schweitzer-Kenner bestehen allerdings auf dem Wort "Ehrfurcht", weil nur dieser Begriff das damit gemeinte Anliegen angemessen ausdrücken könne, welches bis heute nichts von seiner Dringlichkeit verloren hat. Die hier relevanten Stichworte sind Menschenrechte, Mitmenschlichkeit; Tier- und Artenschutz; Entwicklung, Frieden; Klimawandel, Bewahrung der Schöpfung; auch das Thema "Bildung"  gehört dazu, wodurch wir unmittelbar auf unsere Aufgaben in der Schule verwiesen sind.
Albert Schweitzer: "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will ... Gut ist: Leben erhalten, Leben fördern, entwickelbares Leben auf seinen höchsten Stand bringen; böse: Leben vernichten, Leben schädigen, entwickelbares Leben niederhalten ... Ethisch ist der Mensch nur, wenn ihm das Leben als solches, das der Pflanze und des Tieres wie das des Menschen, heilig ist und er sich dem Leben, das in Not ist, helfend hingibt."